Zahreiche Workshops auf dem #DNP12

Neben interessanten Vorträgen und spannenden Diskussionen bietet der DNP12 zudem zahlreiche Workshops, die an beiden Kongresstagen zur Teilnahme einladen.

Einer dieser Workshops trägt den Titel „Nach ACTA kommt CETA“ und wird von Josef IRNBERGER und Alexander SANDER geleitet. Gemeinsam mit den DNP12-Teilnehmern wollen sie sich intensiver mit CETA, dem Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada, auseinandersetzen, sowie die Frage erörtern wie es gelingen könnte CETA ebenso wie das Freihandelsabkommen mit Süd-Korea, das als Verhandlungsgrundlage für CETA dient, „zu kicken“. Dabei wollen sich Irnberger und Sander insbesondere mit Kampagnenideen gegen die genannten Abkommen beschäftigen.

Ähnliche Ziele verfolgt auch der Workshop Kampagnenideen zur Fluggastüberwachung, den Alexander SANDER von nopnr.org alleine gestaltet. Hier sollen die Teilnehmer im Anschluss an Sanders Vortrag „Vorratsdatenspeicherung in der Luft - Die Fluggastdatenauswertung in der EU“ die Gelegenheit bekommen sich noch intensiver mit den PNR-Vorhaben der EU zu beschäftigen und Ideen und Vorschläge für Anti-PNR-Kampagnen einzubringen und auszugestalten.

Mit der FreedomBox und ihrer Bedeutung für Österreich und Europa beschäftigt sich schließlich Markus SABADELLO von Project Danube, Spezialist für dezentrale Kommunikation, in seinem gleichnamigen Workshop. Ursprünglich als Kommunikationswerkzeug für Aktivisten gedacht, die unterschiedlichen Formen der Online-Zensur und –Überwachung ausgesetzt sind, entwickelt sich die FreedomBox zu einem Hilfsmittel, das auch in westlichen Demokratien den Schutz der Online-Privatsphäre sicherstellen soll. Sabadello wird nicht nur den Ursprung des Projekts, sondern auch die politischen Motive, die geplante Technologie, sowie den aktuellen Entwicklungsstand des Projekts vorstellen.

Ein weiterer Workshop trägt den Titel Meine Daten gehören mir – Datenschutz in starker Nutzergemeinschaft umsetzen und findet unter der Leitung von Andreas SCHUMANN von Nutzerinteressen eG i.G. statt. Angesichts eines unübersichtlichen Datendschungels im Internet und dem Umstand, dass die praktische Durchsetzung der informationellen Selbstbestimmung Verbrauchern, ebenso wie Behörden und Unternehmen Kopfzerbrechen bereitet, stellt Schumann die „Genossenschaft zur Wahrung von Nutzerinteressen eG i.G.“ vor, deren Internetplattform Werkzeuge und Organisationsstrukturen für mehr Transparenz bei der Nutzung personenbezogener Daten bereitstellt.

Ein weiteres komplexes Thema wird von Leonie TANCZER, Aktivistin und Feministin, und Franz FUCHS, Webdeveloper und Pressereferent, aufgegriffen. Sie beschäftigen sich in ihrem Workshop mit den Fragen Netzfeminismus? Was ist das? Wir sind doch eh alle voll Postgender, oder nicht? und versuchen anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, dass auch das Internet und die daraus resultierende Branche, etwa der Gaming- und Informationstechnologiesektor, nicht frei von Sexismus, Stereotypen und Ausgrenzungen sind. Der Workshop dient dem Ziel einen Einstieg in diese Thematik zu bieten und die Teilnehmer dafür zu sensibilisieren.

Schließlich steht der Workshopraum am Nachmittag des zweiten Kongresstages dann ganz im Zeichen des AK VORRAT-Socialising. Im Rahmen des ersten Socialisings nach der Sommerpause soll das weitere Vorgehen für die laufende Kampagne zur BürgerInneninitiative im Justizausschuss besprochen werden.

Neben den vorgestellten Workshops, haben die DNP12-Teilnehmer die Gelegenheit den Workshopraum für weitere Workshops, Arbeitsgruppen oder Diskussionsrunden zu Themen und Fragen, die kurzfristig auftauchen, zu nutzen. Eine Eintragung in den vor Ort befindlichen Zeit- und Programmplan genügt.

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Bild: drenboy-sg, CC BY-SA